Was ist Gaskondensat

Aus Gaskondensat können sowohl Brennstoff als auch Kunststoffe erzeugt werden. Das Wichtigste ist, es zu stabilisieren, wobei die überflüssigen Beimischungen entfernt werden.

Wie trennt es sich ab

Jedes Kondensat bildet sich nach dem Übergang des gasförmigen Stoffs in den flüssigen Zustand infolge Druckreduzierung bzw. Temperaturabfalls. Im Erdinneren sind nicht nur Gasfelder sondern auch Gaskondensat-Felder vorhanden. Wenn der Druck und die Temperaturen infolge einer Bohrung sinken, bildet sich Gaskondensat – ein Gemisch flüssiger Kohlenwasserstoffe, die sich vom Gas abgetrennt haben.

Weißes Erdöl

In der Regel ist das eine transparente Flüssigkeit, jedoch kann sich die Farbe wegen der Erdölbeimischungen je nach der Tiefe, aus der es gefördert wurde, von strohfarben bis gelblich-braun ändern. Gaskondensat wird manchmal als weißes Erdöl bezeichnet – es kann als Brennstoff eingesetzt werden.

Das Gaskondensat, das unmittelbar aus dem Bohrloch gewonnen wurde, wird als instabiles Gaskondensat bezeichnet. Nach der Reinigung von Beimischungen und der Entgasung wird es stabil.

Brennstoff und Aroma-Kohlenwasserstoffe

Die Hauptrichtungen der Gaskondensat-Verarbeitung sind Brennstoff und Erdölchemie. Aus Gaskondensat werden hochwertige Benzine, Düsen-, Diesel- und Heizbrennstoffe erzeugt. Die erdölchemische Verarbeitung von Kondensat bezieht sich auf die Erzeugung von aromatischen Kohlenwasserstoffen, Olefinen und anderen Monomeren (Kleinmolekülen), die in der Produktion der Kunststoffe, des synthetischen Kautschuks, von Fasern und Harzen eingesetzt werden.

2010 wurden von der Gazprom-Gruppe 11,3 Mio. Tonnen Gaskondensat ausgebeutet. Die Gaskondensat-Vorräte, die Gazprom gehören, belaufen sich auf 1,3 Mrd. Tonnen.