Bohrloch ist ein Grubenbau mit Rundquerschnitt, dessen Durchmesser um ein Vielfaches kleiner als die Länge ist und der im Gesteinskörper durch Bohren und Befestigung ohne Zutritt des Menschen mit vorgegebener Raumlage gebildet wird. Der Bohrlochanfang heißt die Bohrlochmündung, der Bohrlochboden heißt die Sohle, die Seitenfläche heißt die Bohrlochwandung. Die Gesteinspartikel, die sich beim Durchbohren bilden, heißen Schlamm. Die Bohrlochlänge ist die Entfernungsstrecke zwischen der Bohrlochmündung und der Sohle an der Bohrlochachse, und die Bohrlochtiefe ist die Länge der entsprechenden senkrechten Achsenprojektion (Seigerteufe).

Die Bohrlöcher – lange zylinderförmige Vertiefungen mit einem kleinen Durchmesser – werden bei Erkundungsarbeiten und für die Gewinnung der flüssigen und gasförmigen Bodenschätze in der Dicke der Erdkruste erstellt. Die Bohrlöcher erstellt man sowohl von der Oberfläche als auch aus unterirdischen Bergbauen, sie können verschiedene Raumformen (linear und schneckenförmig) und Richtungen (nach oben, nach unten, waagerecht, geneigt) haben.