Take-or-Pay — verbreitete Norm bei der Gestaltung von Verträgen über Erdgaslieferungen an Großabnehmer. Der Produzent bzw. Lieferant übernimmt die Verpflichtung, Erdgas bis zu einer im Vertrag bestimmten maximalen Menge zu liefern, und der Käufer verpflichtet sich, auf jeden Fall einen bestimmten Teil dieser Mengen zu bezahlen, unabhängig davon, wieviel er tatsächlich im vereinbarten Zeitraum abgenommen hat.

Mit Hilfe des Prinzips „Take-or-Pay“ werden die Risiken des Produzenten hinsichtlich des Absatzes vor dem Hintergrund der Investitionen verringert, die er zur Absicherung der Lieferungen im maximalen Umfang tätigen muss. Anderenfalls wäre der Produzent gezwungen gewesen, diese Risiken in die Formel für die Preisbildung einzubeziehen.