Verfahren der Vorkommenserschließung ist die Gesamtheit der Geoverfahren für die Förderung von Erdgas und der begleitenden Kohlenwasserstoffe aus den Vorkommen. Diese Verfahren bestimmen die Art und die Wirtschaftlichkeit des geotechnischen Einflusses auf den Förderprozess. Eine passive Förderart liegt vor, wenn Erdgas mit Hilfe endogener Energiequellen (innere Schichtenenergiequellen) entnommen wird und sich das Eingreifen nur auf die rationelle Nutzung dieser Energien und die technogenen Folgen beschränkt. Für dieses Förderverfahren wird der Begriff „Substanzverzehrs-Erschließung der Erdgasvorkommen“ verwendet. Eine andere, aktive Eingriffsart besteht aus der Gesamtheit der Methoden, die außer den endogenen Schichtenenergiequellen auch exogene (äußere) Energiequellen nutzen.

Dazu gehören:

  • die Methoden der Aufrechterhaltung des Schichtendrucks;
  • das Einpressen von Wirkstoffen für die physisch-chemische Einwirkung auf die Schichtenfluide;
  • die regelbare Entnahme des Schichtenwassers;
  • Vibrationswellen-Methoden etc.

Aufgrund der Verfügbarkeit neuer technischer Mittel (waagerechte Bohrlöcher, massives hydraulische Aufbrechen der Schicht, akustische und thermische Methoden etc.) entsteht die Möglichkeit zur Intensivierung der umfassenden Einwirkung sowohl auf die inneren Schichtenprozesse der Erdgasförderung als auch auf die Naturumgebung (geologische Umgebung) selbst und des Aufbaus der Erschließungsobjekte mit vorgegebenen Kennwerten.