Westsibirische Erdöl-Erdgasprovinz weist weltweit die größten Vorräte und Ressourcen an Gas und Erdöl auf. Sie nimmt das gleichnamige Flachland und die Gewässer des südlichen Teils der Karasee ein. Nach der administrativen Gliederung befindet sie sich in den Grenzen der autonomen Kreise der Jamal-Nenzen und der Chanten und Mansen, der Gebiete Tjumen und Tomsk, eines Teils der Region Krasnojarsk (linksufrig vom Jenissei), in den Gebieten Omsk, Novosibirsk und Swerdlowsk.

Planmäßige Such- und Erkundungsarbeiten bezüglich Gas und Erdöl begannen 1948. Das erste Gasvorkommen – Berezovskoye – wurde 1953 bei der Forschungsbohrung in den nevadischen Gesteinen entdeckt. 1962 erhielt man den Industriezufluss von Gas aus oberkretazischen Formationen (Cenoman Schichten) bei der Forschungsbohrung des Bohrlochs Tazovskaya. Innerhalb einer relativ kurzen Frist wurden riesengroße, einzigartige Vorkommen entdeckt: 1965 Gubkinskoye und Zapolyarnoye, 1966 Komsomolskoye und Urengoyskoye, 1967 Medvezhye und 1969 Yamburgskoye.

Anfang 2000 wurden innerhalb der Provinz 575 Kohlenwasserstoff-Vorkommen diverser Art des Phasenzustands und der Größe entdeckt, unter anderem auch über 200 Vorkommen mit Lagern von freiem Gas (zwei davon am Schelf der Karasee und zwei in der Ob-Bucht).