Hydraulisches Aufbrechen der Schicht Hydraulic fracturing – ist die Erzeugung von Rissen in den mit Gas, Erdöl und Wasser gesättigten Gesteinsfeldern und sonstigen Gesteinen durch das Einpressen von Flüssigkeit unter hohem Druck. Dieser Vorgang wird im Bohrloch durchgeführt, um die Bohrlochergiebigkeit mit Hilfe eines verzweigten Dränsystems, das infolge der Bildung von langen Rissen entsteht, zu steigern. Das hydraulische Aufbrechen der Schicht in den Gasbohrungen wurde mit der Verfügbarkeit von Pumpaggregaten mit einer Einpressrate von 3–4 m3/Min. bei einem Druck von 100 MPa möglich.

Wenn eine Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit ins Bohrloch eingepresst wird, entsteht an der Bohrlochsohle hoher Druck. Übersteigt dieser Druck die Horizontalkomponente des Gesteinsdrucks, bildet sich ein senkrechter Riss. Übersteigt der Gesteinsdruck, bildet sich ein waagerechter Riss.

Als Arbeitsflüssigkeiten werden in der Regel verdickte wasserbasische oder kohlenwasserstoffbasische Flüssigkeiten eingesetzt. Zusammen mit der Flüssigkeit wird ein Stützmittel eingepresst (Sand oder ein körniger Feststoff), das den Riss füllt und sein Schließen verhindert. Beim Einsatz verdickter Flüssigkeiten reduziert sich deren Aussickern in die Schicht, auf diese Weise kann man den Bohrlochsohlendruck bei wesentlicher Reduzierung der Einpressrate erhöhen und das Stützmittel dank dessen sandiger Eigenschaft durch den ganzen Riss befördern.