Skin-Effekt (vom engl. skin — Haut, Hülle) bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung — Gesamtheit der Erscheinungen und des Auftretens von zusätzlichen Widerständen im abbaustoßnahen Bereich einer Schicht und an der Oberfläche einer Bohrlochsohle gegenüber dem Zufluss eines Fluids in die Bohrung.

Der Skin-Effekt ist das Ergebnis einer technogenen Beeinflussung der abbaustoßnahen Bereichs der produktiven Schicht bei deren Aufschluss durch eine Bohrung. Infolge dessen unterscheiden sich die gasdynamischen Charakteristika des abbaustoßnahen Bereichs vom übrigen Teil der produktiven Schicht.

Quantitativ charakterisiert den Skin-Effekt der Unterschied der äquivalenten Durchlässigkeit des abbaustoßnahen Bereichs der Bohrung vom übrigen Teil des zu dränierenden Bereichs. Er reflektiert die Qualität des Aufschlusses der produktiven Schicht, die vom Verschmutzungsgrad der Schicht durch die Bohr- und Spülungslösungen, dem Charakter und der Qualität des Kontakts der Schicht mit der Schachtröhre, dem Typ und der Effizienz des Verfahrens zur Intensivierung des Zuflusses des Fluids zur Bohrung u. a. abhängt. Der quantitative Wert wird durch gasdynamische Bohrlochuntersuchungsverfahren aus den Ergebnissen der Bearbeitung der Messkurven für die Wiederherstellung und der Messkurven für die Stabilisierung des Sohlendrucks ermittelt.

Positive Werte für den Skin-Effekt – über Null – zeugen von einem qualitativ minderwertigen Aufschluss der produktiven Schicht. Negative Werte hängen gewöhnlich mit der Bildung technogener Kavernen, Risse und Kanäle im abbaustoßnahen Bereich zusammen.