Aufnahmevermögen einer Bohrung — Charakteristik einer Einpressbohrung, die die Möglichkeit der Einspeicherung bzw. des Einpumpens eines Arbeitsmediums (Wasser, Gas, Dampf u. a.) in die Schicht zeigt. Wird bestimmt durch das Volumen des Gemischs, das in einer Zeiteinheit in die Schicht eingespeichert bzw. eingepumpt wird.

Das Aufnahmevermögen der Bohrung hängt von der Repression, die an der Bohrlochsohle erzeugt wird (Differenz zwischen dem Druck an der Bohrlochsohle und in der Schicht), der Vollkommenheit des Aufschlusses der Schicht, deren Mächtigkeit und Durchlässigkeit für das einzuspeichernden Fluid ab. In den technologischen Berechnungen wird auch der Koeffizient für das Aufnahmevermögen der Bohrung verwendet, der dem Verhältnis von der Menge des Arbeitsmediums, die in einer Zeiteinheit in die Schicht eigespeichert bzw. eingepumpt wird, zur Repression, die an der Bohrlochsohle beim Einspeisen bzw. Einpumpen erzeugt wird, entspricht. Der Verbrauch des Arbeitsmediums wird an der Oberfläche (zum Beispiel wird der Verbrauch des am weitesten verbreiteten Arbeitsmediums – der des Wassers – mit Hilfe von Wasserzählern oder Durchflussmengenmessgeräten des Diaphragma-Typs, Turbinen-, elektromagnetischen und anderen Geräten, die an verzweigten Pumpstationen, Wasserverteilungspunkten oder am Bohrlochmund installiert werden, bestimmt) und (oder) in der Bohrung im Perforationsintervall der Speicherschicht (mit Hilfe von Tiefen-Durchflussmengenmessgeräten, die an einem Kabel in die Bohrung eingelassen werden) gemessen.